25. November 2011 - 26. Februar 2012
"Wanderer"-Visionen
Spurensuche einer Legende
Was Herbert Esche für die Textilindustrie und Richard Hartmann als "sächsischer Lokomotivkönig" für Chemnitz leisteten, das bedeuteten Winklhofer und Jaenicke als "Urväter" für die Fahrrad-, Auto- und Büromaschinenherstellung. Als Begründer der Wanderer-Werke schrieben sie auch deutsche Automobilgeschichte. Neben innovativen technischen Erfindungen entstanden interessante Industriebauten sowie eine Siedlung für die Arbeiter, die bis heute vom klugen und sozialen Handeln der Unternehmer zeugt. Das neue Projekt des Kreativzentrums Chemnitz widmet sich mit Mitteln der Malerei, Grafik, Fotografie, Plastik und Objektgestaltung den Visionen dieser frühen Industriepioniere. Auch die mit den Wanderer-Werken verbundene industriegeschichtliche, technische und kulturhistorische Entwicklung wird künstlerisch beleuchtet. Die Projektteilnehmer erarbeiten zudem auf fantasie- und humorvolle, ernsthafte, wie auch spielerische Weise Themen wie Technik, Gestaltung, Fortbewegung und Ökologie. Die Ergebnisse dieses Projektes zeigt diese dritte Ausstellung des Kreativzentrums der KJF e. V. in der Villa Esche.

Einführung: Gudrun Berndt, Dipl.-Formgestalter und Projektleitung
Eintritt frei
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mi, Fr, Sa, So: 10:00 - 18:00 Uhr
Eine Veranstaltung der Villa Esche/GGG und des Kreativzentrums Chemnitz der KJF e. V.
02. März 2012 - 08. Juli 2012
Dialog zwischen den Dingen
Malerei und Zeichnungen von Angelika Heinze
Angelika Heinze bildet nie einfach ab. Unterwegs, im Erlebnis mit der Natur, dem Aufspüren und Entdecken von Motiven, Farben und Düften werden die Gedanken zu ersten Formgebilden. Es beginnt eine Suche nach dem Raum, nach der Fläche, nach atmosphärischen Bildzonen. Ihr dorthin zu folgen, sind wir eingeladen. Ein Spiel beginnt. Lustvoll können wir eintauchen in eine unbekannte, ästhetische Welt und dabei staunend uns selbst entdecken. Angelika Heinze wurde in Zittau geboren. Bis heute ist sie der sanft hügeligen Landschaft der Lausitz treu geblieben. Arbeitsaufenthalte und Ausstellungsvorhaben zogen sie aber immer wieder in die Welt hinaus. Sie zeigte ihre Bilder schon in Israel, Italien, Polen, England, der Türkei und Österreich, aber auch immer wieder im heimatlichen Umfeld. Heinze erlernte den Beruf einer Schauwerbegestalterin und studierte in Berlin Kunsterziehung.

Einführung: Dr. Ulrike Uhlig, Kunstpädagogin und Germanistin
Eintritt frei
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mi, Fr, Sa, So: 10:00 - 18:00 Uhr
Eine Veranstaltung der Villa Esche/GGG
13. Juli 2012 - 28. Oktober 2012
Wie herrlich leuchtet mir die Natur
Landschaftsbilder von Petra Beckert-Oehler
Für die malende Ärztin Dr. Petra Beckert-Oehler (Schneeberg/Erzgebirge) ist die Verszeile aus dem bezaubernden Gedicht "Mailied" von Johann Wolfgang von Goethe mehr als nur ein Thema dieser Sonderausstellung, die ursächlich der 50. Wiederkehr des Todestages (18.07.1962) von Herbert Esche gewidmet ist. Sind doch beide - der Unternehmer und die Ärztin - als Mitglieder der Goethe-Gesellschaften dem großen Dichter, wie auch der Kunst überhaupt, auf das Inniglichste verbunden. Petra Beckert-Oehler bekennt: "Die Schönheit unserer Welt und der Erhalt einer unbeschadeten Natur nimmt einen großen Teil meiner Wünsche und Gefühle ein. Meine Bilder sollen positive Energien verströmen, Freude an der Farbe und eine frohe Sicht auf unsere immer noch so schöne und leider schon so oft geschändete Welt vermitteln." Ihre künstlerischen Lehrer sind Jürgen Meister (Düsseldorf) und Ralf Alex Fichtner (Schneeberg). Anregung empfängt sie darüber hinaus in der Europäischen Kunstakademie in Trier, wie auf ausgedehnten jährlichen Malreisen. Kein Wunder, dass auf diese Weise der besondere Reiz der Jahreszeiten ihre Landschaftbilder nicht nur mit leuchtenden Farben erfüllt, sondern dem stillen Betrachter ein ganz eigenes Glücksgefühl vermitteln.

Einführung: Siegfried Arlt, Diplom-Kulturwissenschaftler und Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Chemnitz e. V.
Eintritt frei
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mi, Fr, Sa, So: 10:00 - 18:00 Uhr
Eine Veranstaltung der Villa Esche/GGG und der und der Goethe-Gesellschaft Chemnitz.
02. November 2012 - 27. Januar 2013
Reflexionen
Radierungen und Gemälde von Christian Lang
Christian Lang wurde 1953 in Chemnitz geboren, erlernte hier den Beruf eines Werkzeugmachers und eignete sich über viele Jahre intensiv die Kunst der grafischen Techniken autodidaktisch an. 1985 wagte er den Sprung in die künstlerische Freiberuflichkeit und gehört seitdem zu den nachgefragtesten Künstlern der Region. Personalausstellungen in ganz Deutschland, aber auch in Chile, Finnland, den USA und Japan zeigen, dass seine universelle Bildsprache von vielen Menschen verstanden und geschätzt wird. Er ist ein Meister der Druckgrafik, vor allem der Radierung. Ob Kaltnadel, Mezzotinto, Prägedruck oder Ätzung, Lang beherrscht das Handwerk und kann deshalb souverän mit den verschiedenen grafischen Möglichkeiten spielen, sie kombinieren und so immer wieder zu überraschenden neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten kommen. Reisen in ferne Länder, Begegnungen mit fremden Kulturen bereichern seinen scheinbar unerschöpflichen Vorrat an Zeichen und Chiffren, die dann in die Komposition einfließen. In der Malerei bestimmt die Farbe das bildnerische Geschehen. Feinste, zarte Öllasuren begegnen kraftvollen, expressiven Strukturen.

Einführung: Dr. Ulrike Uhlig, Kunstpädagogin und Germanistin
Eintritt frei
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mi, Fr, Sa, So: 10:00 - 18:00 Uhr
Eine Veranstaltung der Villa Esche/GGG