14.05.2020 - 19:00 Uhr

ABGESAGT! VERSCHIEBUNG GEPLANT!
Vortrag

Von "kranken Bautypen" und "Reklame-Architekten" : Zum Umgang mit dem Neuen Bauen 1933-1945

Das Jahr 1933 war für die Kunst- und Architekturmoderne ein Schicksalsjahr. Alle Kulturschaffenden, wie Bildende Künstler, Dichter und Musiker, wurden in der Reichskulturkammer zusammengefasst, unter staatliche Kontrolle gestellt und jüdische oder politisch unerwünschte Personen ausgeschlossen. Verstärkt ab 1937 entfernte man "Entartete Kunst" aus den Museen, stellte sie diffamierend aus, verwertete sie gewinnbringend oder vernichtete sie. Uns sind ebenso "Entartete Musik" und "Entartete Literatur" ein Begriff, weniger dagegen "Entartete Baukunst". Für diese scheinen die Verhältnisse noch nicht im Detail beleuchtet. Dennoch mussten sich die Architekten des Neuen Bauens bereits seit den 1920er Jahren harsche Angriffe von rechter Seite als "Reklame-Architekten" gefallen lassen. Ihre Bauten wurden als "krank" bezeichnet. Doch auch Jugendstil und Historismus erschienen für eine kommende NS-Architektur nicht mehr opportun. Der Vortrag nähert sich diesem ambivalenten Themenkomplex über die Analyse der Berichterstattung in den zeitgenössischen Bauzeitschriften nach 1933, die Analyse der NS-Baupolitik und die Untersuchung einzelner "Entmodernisierungen" von Architektur nach 1933, die es nachweislich gegeben hat.

Referentin: Dr. Anke Blümm, Bauhaus-Museum/Klassikstiftung Weimar

Eine Veranstaltung von Villa Esche/GGG, Henry van de Velde Gesellschaft Sachsen und Marianne Brandt-Gesellschaft

Tickets unter

- Internet: villaesche.reservix.de

- Telefon Villa Esche: 0371 533-1088

- 24h-Tickethotline: 0180 6700733

(0,20 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz; 0,60 Euro pro Anruf aus Mobilfunknetzen)

- weitere Vorverkaufsstellen: Ticket- & Tourist-Service Chemnitz und Buchhandlung Max Müller

- Mehr Infos zum Ticketverkauf

Preis: 10 € (ermäßigt: 5 €)

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